Ein Gesicht sagt mehr als tausend WortePraktische Menschenkunde heißt das System
der Psycho-Physiognomik, welches Carl Huter vor rund 100 Jahren entwickelte.
Wir alle sind Physiognomen, nur können wir zumeist nicht in Sprache übersetzen, welche non-verbalen Informationen unser Gegenüber über sich
selbst mitteilt. Unsere Gestalt und unser Gesicht spiegeln Stimmungen, Befindlichkeit, Talente und Charakterzüge und sind damit authentischer
Ausdruck der Persönlichkeit. Den Körper- und Gesichtsausdruck und die Ausstrahlung eines Menschen lesen zu lernen und beschreiben zu können ist für
jeden, der mit Menschen zu tun hat, sei es in Heilberufen, in Beratungstätigkeiten, pädagogisch oder anderweitig, eine große Bereicherung.
Mit dem System der Psycho-Physiognomik bietet sich uns die Möglichkeit, aus den sich gebildeten Formen und Ausdrucksarealen eines Menschen,
die Persönlichkeit in ihrer Ganzheit zu erfassen. So wie Wut und Freude als seelischgeistige Momentaufnahme in der Mimik zu erkennen sind,
so können wir auch "langfristige Spuren" erkennen, die auf dem Charakter fußen, man denke an einen starken Willen, ausgeprägte Konzentration,
anhaltenden Fleiß, Neigung zum Widerspruch usw. Wir sehen diese Formen und schließen auf das Innere unseres Gegenübers, um zu verstehen, warum es
so ist wie es ist.
Das bewährte System der Psycho-Physiognomik verschafft jedem, der sich damit beschäftigt, einen unmittelbaren Zugang zu seinem Gegenüber, verhilft
ihm zu praktischer Menschenkenntnis. Die Patho-Physiognomik erlaubt Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des jeweiligen Menschen.
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